| Der Anfang (Motivation 1)
Die Idee, Schachunterricht an den Schulen zu vermitteln, basiert auf folgenden, mit dem Deutschen Schachbund in Berlin abgestimmten Überlegungen: Das Schachspiel kann in vielerlei Hinsicht dazu beitragen, dem zentralen Problem von Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. Es gibt keinen Ort, der besser geeignet ist als die Schule, um diese Zielgruppe in großer Zahl zu erreichen.
Schach fördert nicht nur die Fähigkeiten des planenden und strukturierenden Denkens, sondern unterstützt vorbildlich das Lernen durch problemlösendes Denken.
Das Schachspielen in der Schule ist eine ideale Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre einen spielerischen Zugang zu der ernsthaften Problematik des Lernens zu gewinnen.
Vorteilhaft für die Schüler kann sich ein entspannteres Verhältnis zu den eigenen Fehlern und damit zur Selbstkritik entwickeln. Das ist oft im normalen Schulbetrieb unter Notendruck nicht so einfach zu erreichen. Diese so aufgebaute positive Einstellung zum Lernen stabilisiert die Schüler gegen Misserfolge und Resignation.
Der Schüler will nach jedem verlorenen Spiel wissen, wie er es hätte besser machen können und übt dabei spielerisch sein analytisches Denken. Modellversuche haben belegt, dass Schachspielen über einen längeren Zeitraum die Konzentrationsfähigkeit der Schüler erhöht; es unterstützt den Abbau von Kommunikationsschwierigkeiten untereinander und hilft Abseitsstehenden, aus ihrer Isolation herauszukommen.
Das "königliche Spiel" bietet allen Kindern, die es beherrschen, gute Möglichkeiten zur Verbesserung ihres Selbstwertgefühls, da sie bei Gleichaltrigen ein "intellektuelles Prestige" genießen. Das ist insbesondere eine Chance für Schüler, die sich sozial benachteiligt fühlen oder aus sozial schwierigen Verhältnissen kommen, da sie schneller dazu neigen, sich minderwertig zu fühlen.
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